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Tracht & Country Frühjahr 2011 PDF Drucken E-Mail
SALZBURG - Es war der stärkste Auftritt des alpinen Lifestyles seit zehn Jahren: 235 Direktaussteller aus dem In- und Ausland präsentierten vom 4. bis 6. März im Messezentrum Salzburg bei der von Reed Exhibitions Messe Salzburg organisierten internationalen Leitfachmesse „Tracht & Country Frühjahr“ ihre neuen Kollektionen für die Herbst-/Wintersaison 2011/2012. Mit den Bereichen Trachten-, Landhaus-, Strick- und Walkwaren, Designer Trachten, Accessoires, Leder- und Pelzbekleidung sowie Naturtextilien waren fünf Hallen belegt. Die magische 4.000er-Grenze konnte erfreulicherweise mit exakt 4.111 Fachbesuchern, davon fast die Hälfte (48,6 %) aus dem Ausland übersprungen werden. Das Gros der internationalen Fachhändler kam aus Deutschland, gefolgt von Italien, weiteren EU-Ländern sowie anderen europäischen Ländern. Sogar aus Übersee bzw. Fernost - den USA und aus Japan – reisten Einkäufer nach Salzburg, schließlich ist die „Tracht & Country“ die internationale Branchenleitmesse und gilt weltweit als einziger konzentrierter und repräsentativer Auftritt der Trachtenmodebranche. Dem entspricht die mit 82,2 Prozent sehr hohe Entscheiderqualität des Fachpublikums.
Branche mit Entwicklung zufrieden
„Die positive Stimmung der Branche, die schon bei der Pre-Show ‚Tracht & Country Premiere’ im Jänner zu spüren war, hat auch der Frühjahrsmesse neuen Schwung verliehen“, kommentiert Direktor Johann Jungreithmair, CEO von Reed Exhibitions Messe Salzburg, den erfolgreichen Verlauf der „Tracht & Country Frühjahr 2011“: „Die Ergebnisse der Fachbesucherbefragung durch das unabhängige „market“-Institut bestätigen, was uns auch die Aussteller in Gesprächen berichtet haben - es wurde überdurchschnittlich rege eingekauft und geordert“. Laut Umfrage taten dies gut sieben von zehn Fachbesuchern (71,2 %). Auch Gernot Blaikner, themenverantwortlicher Leiter des Geschäftsbereiches Messe bei Reed Exhibitions Messe Salzburg, sieht die Branche im Aufwind: „Tracht und alpiner Lifestyle haben wieder Saison – und nun, da konjunktureller Rückenwind herrscht, sind die Menschen wieder verstärkt bereit, in modische Individualität, Originalität und Qualität zu investieren.“ So zeigten sich bei der Umfrage neun von zehn befragten Unternehmern, die die „Tracht & Country“ als Plattform nutzten mit der wirtschaftlichen Situation ihrer Branche zufrieden, und 37,5 Prozent rechnen damit, dass sich die Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten noch deutlich verbessern wird.

Neue Aussteller und Jung-Designer
beweisen Vitalität und Innovationskraft des Modethemas Tracht
Für „Tracht & Country“-Messeleiter Mag. Wilfried Antlinger besteht das Faszinierende an der Trachtenmode im Wechselspiel von Tradition und Innovation: „Das ist nicht bloß ein Nebeneinander, eine Art Koexistenz von Alt und Neu, sondern beides wirkt aufeinander ein: Die Tradition inspiriert die jungen Designer, umgekehrt wirken Innovationen auf die Fortschreibung, die Weiterentwicklung der Tradition ein. Das ist ein unglaublich lebendiger und spannender Prozess, dessen Abläufe und Resultate an jeder Ausgabe der ‚Tracht & Country‘ aufs Neue abgelesen werden können.“ Folglich waren diesmal neben den starken, etablierten Marken bemerkenswert viele neue Aussteller und Jung-Designer in Salzburg vertreten. „Dieser bunte und lebensvolle Mix aus Tradition und Innovation macht heute die große Qualität dieser Fachmesse aus“, freut sich der Messeleiter über diese Entwicklung, an der aber dieser Branchenevent selbst auch einen gewichtigen Anteil hat: „Indem wir Newcomern schon seit Jahren hier eine Bühne bieten, hat die ‚Tracht & Country‘ dazu beigetragen, den Dialog zwischen Alt und Neu zu etwas Selbstverständlichem werden zu lassen – und genau deshalb spricht die Trachtenmode auch viele junge Menschen an.“

Immerhin zeigte sich laut Umfrage ein Viertel der Fachbesucher besonders an Designertrachten interessiert. Das ist ein erstaunlicher hoher Anteil, auch wenn die traditionellen Bereiche der Trachtenmode (40,1 %) und Landhausmode (32,9 %) nach wie vor das Publikumsinteresse (Mehrfachnennungen möglich) dominiert haben. Außerdem interessierten sich die Fachbesucher speziell für die Bereiche klassische Mode (30,3 %), Tücher/Schals (29 %), Hemden/Blusen (28,3 %), Trachtenschmuck und Modeschmuck (jeweils 26,2 %), sportive Trachtenmode und Taschen/Gürtel (jeweils 25,7 %), Lederbekleidung Strick (jeweils 25 %), Walk/Loden (17,1 %), Schuhe (15,8%) sowie Jagdbekleidung (11,2 %).

Publikumsmagnete: Trendmodenschau,
“Alpines Lifestyle-Center“ und Trachtendorf
Wie gut der traditionelle Einsatz der Tracht und moderne Interpretationen miteinander harmonieren, konnte man auch bei den Trendmodeschauen in Halle 4 sehen, die die Models täglich um 11 und um 14 Uhr präsentierten. Ebenso fand die Sonder-Modenschau von Daniel Fendler Trachtencouture in Halle 3 (am Freitag, 4. März) starke Beachtung. Und auch im „Alpinen Lifestyle-Center“ in Halle 4 wurde klar: Junges Design entdeckt und erobert die Trachtenwelt. Diese kreative Plattform nutzen ambitionierte Newcomer und Trendsetter für ihre individuellen Interpretationen des Themas Tracht. Auch die junge Firma finest-trachten.de war vorort und hat sich die Trendmodenschau angesehen. Dabei bewährte sich besonders das plakative Standsystem mit seinen Insellösungen, die den Jung-Designern optimale Präsentationsmöglichkeiten boten. Bewusst traditioneller ging es im Trachtendorf in Halle 6 zu: Klöppelhandwerk, Goldhauben- und Perlenstickerei wie auch Federkielsticken waren hier ebenso beheimatet wie die Techniken rund ums Spinnen, Weben oder die Rosenkranzherstellung.

„Dancing Stars in Tracht“ beim Branchenabend
Am Abend des ersten Messetages (Freitag, 4. März) fand der bereits mit Kultstatus versehene Branchenabend statt, der dieses Mal unter dem Motto „Dancing Stars in Tracht“ stand. Unter der fachkundigen Anleitung von professionellen Tänzerinnen und Tänzern wagten sich sechs BranchenvertreterInnen auf das Tanzparkett. Stefanie Schramke (Mothwurf), Adelheid Capuder (Modelagentur Capa) und Michaela Keune (Michaela Keune München) traten mit ihren Tanzpartnern zuerst mit einem Tango und anschließend mit einem Cha-Cha-Cha an. Ihre männlichen Konkurrenten, Kolbjörn Valestrand (OLEANA), Jürgen Schweikardt (Schweikardt Moden GmbH) und Christoph Reindl (Modeagentur Christoph Reindl) hatten das gleiche Programm zu absolvieren, ehe die strenge Jury das Siegerpaar kürte. Unter kräftigem Publikumsapplaus der rund 300 Gäste gab Messeleiter Mag. Wilfried Antlinger schließlich Christoph Reindl mit Tanzpartnerin Verena als „Dancing Stars in Tracht“ bekannt.

Hohe Akzeptanzwerte bei der Besucherbefragung
Der Erfolg der „Tracht & Country Frühjahr 2011“ spiegelte sich auch in den Bewertungen wider, welche die Fachbesucher bei der Umfrage zum Ausdruck brachten. So zeigten sich fast neun von zehn Befragten (88,9 %) mit der Messe insgesamt zufrieden (Schulnoten 1 u. 2; plus 3 = 98,7 %), die nahezu alle (96,1 %) Bekannten und Kollegen weiterempfehlen wollen. Fast alle gaben an, von der Messe profitiert zu haben (Schulnoten 1, 2 u. 3), unter anderem dadurch, dass sie neue Produkte (65,4 %) und neue Anbieter (52,9 %) entdeckt hatten.

Im Einzelnen bewerteten die Befragten folgende Kriterien besonders positiv: vollständige Produktpalette, große Anzahl an Produkten und Sortimenten, Überblick über Markt und Anbieter, hohe Anzahl an Ausstellern pro Branchensegment, Treffpunkt/Kontaktpflege und Anwesenheit aller wichtigen Aussteller.

Anfahrt zur Messe: Mitfahrgelegenheit genutzt und CO2 gespart
Dass Mode, Messen und der Ökogedanke kompatibel sind bewies der noch relativ neue Besucherservice von Reed Exhibitions, der auf der Tracht & Country-Homepage das Angebot der Mitfahrerplattform www.mitfahrgelegenheit.at transportierte. Diese alternative An- und Abreisemöglichkeit rund um den Messetermin vom 4. bis 6. März 2011 wurde insgesamt 1.200 Mal aufgerufen und schließlich von rund drei Dutzend Personen aktiv genutzt. Eine Variante, die nicht nur Geld, sondern auch 0,7 Tonnen CO2-Emissionen einsparen geholfen hat.

Die nächsten Branchenevents in diesem Jahr
Nach dem erfolgreichen Verlauf der „Tracht & Country Frühjahr 2011“ konzentriert sich das Messe-Organisationsteam um Mag. Wilfried Antlinger bereits auf die nächsten beiden Mode-Highlights des Jahres 2011: Am 19. und 20. Juli findet in der Brandboxx Salzburg die Pre-Show für alpinen Lifestyle, „Tracht & Country Premiere“, statt. Vom 26. bis 28. August steht schließlich im Messezentrum die Herbstausgabe der „Tracht & Country“ auf dem Programm, bei der die neuen Kollektionen für die Frühjahrs- und Sommersaison 2012 präsentiert werden.

TRENDTEIL: Unkompliziert, edel, aristokratisch
Ein „back to the roots“ in Verbindung mit neuem Lifestyle, ein bewusstes Bekenntnis zur regionalen Herkunft unter modernen und internationalen Aspekten entspricht den Wünschen Vieler. Die Trachtenmode ist ein Schnittpunkt derartiger Sehnsüchte, diesmal vorgeführt durch die Kollektionen für Herbst/Winter 2011/12.

Dirndl & Lederhosen
Beim Dirndl, das längst angekommen ist, bewegt sich allerhand – von klassisch-traditionell über gemäßigt aufgeschmückt bis hin zum berühmten Wiesn-Dirndl, das sich über „trachtenechte“ Vorgaben frischfröhlich hinwegsetzt.Die Längen variieren zwischen lang, midi, kniebedeckt und glockig-kurz. Unterröcke und Petticoats sind beinahe allgegenwärtig, ebenso wie zahlreiche Glitzersteinchen und Pailletten. Da Glanz so beliebt ist, dürfen auch changierende Seidentafte und Brokate mit Webdessins nicht fehlen.Die Schürzen sind nach wie vor häufig transparent, oder – neuer – in ähnlicher Qualität wie das Dirndl und in gleicher Farbe, jedoch in anderem Farbton. Auffallend: Dirndlschürze aus dickem Samt mit breiter Borte und angesäumtem Volant.Einzelschürzen werden zur Eyecatcher-Hauptakteurin oder sie lassen im Kasten vorhandene Dirndl „neu“ erscheinen. In diesem Sinne gibt es auch eine ganze Reihe unterschiedlicher Dirndl-Taschen, zierlich und meist farbenfroh.Viele Dirndlblusen treten „bescheiden“ hinter das Dirndl zurück, kleine Puffärmel und unspektakuläre Dekolletés werden schlicht eingefasst. Alternativ gibt es transparente Dirndlblusen, in Schwarz oder auch in Zyklam, passend zu den üppiger gestalteten Dirndln.Das Gegenstück zum Dirndl bildet beim „Buam“ die Lederhose übers Knie, die auch an kalten Tagen wärm hält. Ihr Bild ändert sich kaum: natürliche Ledertöne bis zur schwarzen Einfärbung, Kontraststickerei nach alten Mustern, Kontraste auch durch offene Lederkanten.Edle KombinationenDie Kombimode richtet sich an der kaiserlich-königlichen Reiterin Sissi und am Jagdpatron Hubertus, erkennbar an Pferde-, Hirsch- und Gämsenmotiven.

Rosenmotive durchziehen die Kollektionen, ob silbrig auf royalblauem oder schwarzem Grund, knallbunt auf Schwarz à la ungarische Folklore oder rosa Röschen auf Perlmutt.Glatte Baumwolle für Gehröcke und Kurzjacken mit Alcantara-Taschenpatten oder Eichenblatt-Applikationen aus Alcantara oder plastische Stoffe mit Wellen und Blasen oder Noppen, Schößchenjacken und kurzen Taillenjacken.Knitterloden und geknitterter Nadelstreif, Faux Uni oder Glencheck zeigt sich leger; federleichte Walkjacken und Samtgehröcke mit Elasthan garantieren Tragekomfort.Streublümchen und Hirsche sind auf Loden und Samt gestickt, allover.

Die Röcke umspielen das Knie, sind an der Taille in Falten gelegt und stehen dank Petticoat A-förmig ab. Auch Bleistiftröcke reichen leicht übers Knie, ganz klassisch.Neu bei den Hosen: oberschenkelweite Reiterhosen, die in Stiefel gesteckt werden. Oder hautenge Stretch-Reiterhosen mit Alcantara-Besatz. Die dazugehörenden Jacken unterstreichen den Reiterstil und wirken somit leicht „english“. Kniebedeckende Hosen mit Bundabschluss sowie gewagtere Knie-Pumphosen laden zum Kombinieren ein.

Schifahrer-Nostalgie: Keilhosen mit Reißverschluss-Schi-Shirts.Bei Kleidern haben schlanke, schlichte Etuimodelle das Sagen, teils mit Stretch. Ihre Aussage kommt vom Material und vom Prinzip „Weniger ist Mehr“.
 
Vielfalt der Masche
Vielfalt gibt’s bei Strick: Tonige und bunte, feine Jacquards und plastische Oberflächen für Strickjacken, Chasubles, Gilets und Pullis.

Eine Alternative zu den Jacquards: Bedruckter Strick in ähnlicher Optik. Lochstrickjacken betonen die Figur, auch ihre Stickereien ranken sich figurfreundlich empor, sogar die Mustereffekte im Rücken machen schlank. Die Motive – gestickte oder aus Bändern applizierte Blumen und Blätter – stehen überwiegend in heiteren Farbgegensätzen.Grobstrick zeigt Struktur, regelmäßig oder auch mit großen dekorativen Strickmotiven, etwa ein eingestrickter Hirsch, ein imposantes Edelweiß.
Wieder entdecktes Detail: Legwarmers, wie sie von Balletttänzerinnen zum Warmhalten der Gelenke benötigt werden – auf trachtig umgelegt passen sie mit ihrem Zopf- und Rautenmustern und in der Farbe zu kurzen, jungen Trachtenjacken. Es gibt auch Strickröcke: oben eng anliegend, durch stricktechnische Finessen nach unten weit ausschwingend, lang oder kurz.

Stylisch bis zur Zehenspitze
Sportlich-elegante Stiefel in genarbtem oder glattem Leder oder in „Antikbock“-Rauleder bringen frischen Schwung auf die Beine. Hirschbestickte Lodenschäfte oder Fischgrät-Einsätze am Schaft oder Kuhfellstulpen, mit Gämsen bedruckt, vertreten eine neue Stiefel-Generation, ergänzt durch zwiegenähte Damen-Boots mit Reißverschluss. Zeitlos: Stiefel mit gestepptem Schaft.

Aktuell: Halbplateausohlen mit Profil und Absätzen. Gestickte Hirschmotive oder Strassverzierungen prangen auf Ballerinas und Pumps, die mit kräftigem Rot, Pink, Zyklam, Türkis und Royal die Blicke auf sich ziehen. Originell: Typ Bergsteigerschuh oder hohe Schnürstiefel in Pythonleder-Optik und dazu die passende Tasche.

Zwiegenähte Holzfällerstiefel und Chelsea-Boots sind jetzt für Herren in.

Gut beschirmt im Trachten-Look: Uni-Schirme mit Silberapplikationen und schmalen Bändern, viereckige Rosen- und Karoschirme, farbenfrohe Schirme in frischen Vichy-Karos und Seidenschirme, die Hochzeitsdirndln perfekt ergänzen.

Die Kinder machen alle Trends mit – putzig in bunten Walk- und Strickmodellen, Kapuzenmäntelchen und Jacken, mit Pelzbesatz und drolligen Motiven. Das Farbbild für die Kleinen reicht von Grau über Pastells bis zu kräftigem Rot.
 
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